2021

in between power

Photo: Jürgen Salzmann
Photo: Jürgen Salzmann

Ein nüchterner weißer Raum — oder sind es viele?

Kühle TV-Geräte flackern live aus drei Ländern in das Bühnengeschehen hinein. Tänzer:innen verändern ihre Positionen in Sesseln, die zu ambivalenten Mitstreitern in der Frage um Macht und Verunsicherung werden.

Bedrückende Bilder diffundieren durch eine weiße Membran und verbinden sich mit den tanzenden Protagonist:innen aus Indien, der Türkei und Deutschland — und langsam treten die Schauplätze ihrer persönlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Grenzen in einen live virtuellen wie analog inszenierten Bühnendialog.

Ein choreografisch inszenierter Trialog über Macht, Bedrohung und ihre Zwischen­welten mit Tänzer:innen mit und ohne kör­perliche Besonderheiten aus Deutschland, Indien und der Türkei.

„inbetweenPOWER“, ist die neue inter­nationale Tanztheater Produktion der DIN A 13 tanzcompany unter der künst­lerischen Leitung der Choreografin Gerda König in Kooperation mit dem iranischen Choreografen Mehdi Farajpour, dem Komponisten Frank Schulte und dem Videoartist Jürgen Salzmann.

„inbetweenPOWER“ stellt künstlerisch die Frage, welchen Einfluss Gefühle von Angst und Bedrohung in Zeiten politischer und gesellschaftlicher Veränderungen auf die Menschen haben.

Im Mittelpunkt der choreografischen Auseinandersetzung stand das subjektive Gefühl der persönlich erlebten Einschränkung und Bedrohung, sowie der Angst vor dem Verlust der Unabhängigkeit und der Freiheit des Einzelnen.

Bedingt durch die Einschränkungen der Covid 19 Pandemie war „in between POWER“ auf einer weiteren inhaltlichen Ebene äußeren Faktoren der Restriktion unterlegen. - Für die künstlerische Inszenierung wurde diese Herausforderung als zusätzlichen gestalterischen wie inhaltlichen Kunstgriff genutzt. - Somit entstand die gesamte Produktion in drei Ländern auf 3 Bühnen - und wird als Inszenierung live auf dem deutschen Bühnenraum die derzeit bestehenden Grenzen virtuell zusammenfügen.

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2020

cellar & secrets - Beyond Reason

4 sterile Kachelräume, 4 Tänzer*innen - 8 Kameras, - unzählige Beobachter.


Dies bildet die Ausgangsbasis der neuen digitalen Live – Inszenierung der DIN A 13 tanzcompany.
Wir befinden uns alle im Moment des Geschehens, der Ereignisse.
Verbindungen entstehen durch Wände hindurch - und konfrontieren Gegenwart mit Vergangenheit.

2020 jährt sich in Spanien zum 45. Mal das Ende der franquistischen und in Deutschland zum 75. Mal das Ende der nationalsozialistischen Diktatur. Die Choreografin Gerda König nimmt in Kooperation mit ihrem spanischen Kollegen Jordi Cortés Molina und dem Videokünstler Jürgen Salzmann Bezug auf die Traumata ihrer beider Nationen, die im ganz konkreten Sinn in streng abgeschirmten Lagern und Gefängnissen, den "Kellern der Gesellschaft" entstanden.

In beiden Regimen wurden Menschen verfolgt, inhaftiert und gefoltert. Im Nationalsozialismus waren Konzentrationslager, aber auch Haft- und Hinrichtungsstätten der Justiz Orte des Leids. Im franquistischen Spanien sind die Keller der Geheimpolizei Symbole der Gräuel. Die historischen Orte dieser Verbrechen erinnern noch heute an diese Taten. Die Auseinandersetzung damit bringt wesentliche Ereignisse mahnend zur Oberfläche und ist Teil einer Aufarbeitung, die besonders in Spanien bis jetzt nur sehr langsam voranschreitet. Viele der Opfer von Folter, Gewalt und Haft in beiden Ländern waren durch Behinderung als Folgeschäden gezeichnet.
Die Bearbeitung der Thematik "Keller" durch eine mixed-abled Company und deren Beispiel von diversen Besonderheiten unterstreicht den Gedanken um Räume jenseits der Norm auf brisante Weise.

Der letzte Teil der Trilogie "Cellar and Secrets" beschäftigt sich mit den Gräueltaten in den Folterkellern der spanischen faschistischen und deutschen nationalsozialistischen Diktaturen.

 

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2019

cellar & secrets - insights

© Sabine Große-Wortmann

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2018

ERSTER TEIL DER TRILOGIE „CELLAR AND SECRETS“

photo: meyer originals
photo: meyer originals

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2018

INSTALLATIVE TANZPERFORMANCE techNOlimits

photo: meyer originals
photo: meyer originals

Die flirrende transparente Welt der digitalen Möglichkeiten verführt unsere Sinne und entführt uns in rauschende Ferne und schillernde Dimensionen.

In rasanter Geschwindigkeit entwickeln unsere Daten ihre eigenen logischen Systeme, die schon längst außerhalb unserer Vorstellungskraft liegen.

Raum und Zeit dehnen sich aus in Unendlichkeit und verflüchtigen sich in Illusionen - entlocken uns ein wohliges inneres Lächeln und versprechen die Erfüllung all unserer Wünsche und Sehnsüchte.

Mikrochips und Implantate halten Einzug in unseren Organismus, um die Parameter für unsere Gesundheit zu optimieren. Hochentwickelte chipgesteuerte Bein- oder myoelektrische Armprothesen eröffnen die noch ungeahnten Möglichkeiten „technischer Körperlichkeiten“. Die Vision eines „Normideals“ wird geschaffen – unser kleiner alltäglicher Kosmos mutiert zu einer Welt mit uneingeschränkten Möglichkeiten. Eine Fiktion wird Wirklichkeit: der technologisch verbesserte Mensch – hybride Wesen – die Kreation parahumaner Wesen nach Idealnorm.

 

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2017

bodyRealities – cityCodes

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2016

updating you

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